Behandlung, Vorbeugung und Mittel gegen Läuse
Läuse sind Parasiten, die sich gern an behaarten Körperstellen wie zum Beispiel der Kopfhaut aufhalten. Sie ernähren sich vom Blut ihrer Wirte, welches sie im Abstand von zwei bis drei Stunden zu sich nehmen. Grundsätzlich ist ein Befall mit Läusen meldepflichtig.
Die Übertragung der Läuse erfolgt in erster Linie durch Kontakt, denn Läuse sind schnelle Läufer. Die Eier der Weibchen, die so genannten Nissen, setzen sich an die Haare und bleiben dort kleben. Das Ausleihen von Mützen, Hüten oder Schals sowie von Kämmen kann Läuse übertragen. Die beste Vorbeugung gegen Läuse ist daher, dass Kleidungsstücke nicht ausgeliehen werden sollten. Sofern Läuse in einer Kindereinrichtung aufgetreten sind, sollten Eltern die Kopfhaut der Kinder täglich gründlich untersuchen, so dass Nissen bereits frühzeitig erkannt werden können.
Sind Läuse einmal aufgetreten, können moderne Läusemittel helfen, in denen zum Beispiel Wirkstoffe wie Malathion, Allethrin oder Carbaryl enthalten sind. Diese oft in Shampoos enthaltenen Stoffe können einfach auf das Haar aufgetragen und nach dem Waschen wieder ausgespült werden. Nach einigen Tagen der Anwendung sind die Läuse schließlich abgetötet, lediglich die leeren Nissen kleben noch am Haar. Hier kann eine Waschung mit Essigwasser helfen, anschließend können die Nissen einfach aus dem Haar gekämmt werden.
Da Läusemittel giftig sind, sollten sie in jedem Fall unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden. Bei Säuglingen oder aber bei aufgekratzten Körperstellen kann es sonst zu Komplikationen kommen. Nachdem die Läuse bekämpft wurden, sollten weiterhin alle Kleidungsstücke, die während dem Läusebefall getragen wurden, durch Hitze-Sterilisation (mind. 51 Grad) oder aber mindestens 14tägiger Kühlung keimfrei gemacht werden. Gleiches gilt für Kämme, Bürsten und Schals.

