Bedeutung der Arbeit für die Persönlichkeit
Die Bedeutung der Arbeit für die Persönlichkeit des Menschen hat sich im Laufe der Menschheitsgeschichte zwar verändert, für die Psyche des Menschen hat sie aber nie an Wichtigkeit verloren, zumal wenn man den Begriff Arbeit nicht auf die Erwerbsarbeit beschränkt.
Neben der Funktion der bloßen Existenzsicherung, welche oberflächlich gesehen sicher die Wichtigste ist, ist die Erwerbsarbeit in unseren Gebieten die wichtigste Quelle vielfältiger Lebenserfahrungen und somit ein wichtiges Mosaiksteinchen auf der Suche nach der eigenen Identität. Wobei es ein verhängnisvoller Fehler ist, wenn Menschen zu dem bewußten oder unbewußten Ergebnis kommen, daß sie sich nur über ihre Arbeit definieren können. Deutlich wird dies auch, wenn man z.B. die sehr komplexen Folgewirkungen der Erwerbslosigkeit betrachtet. Oft sind dies emotionale Labilität, Gefühle der Wertlosigkeit und des Überflüssigseins und des Neides, Einschränkung der Handlungsfähigkeit, Abbruch sozialer Beziehungen, Suchterkrankungen Vereinsamung und manchmal sogar Mord oder der Suizid.
Gerade bei einem aktuellen Thema wie diesem, erkennt man die Notwendigkeit von sozial-helfenden Berufen, wie z.B. die des Psychologen. So ist es eine große Aufgabe, eine Umkehr dieser Negativfolgen zu erwirken, hin zu: innerer Stabilität, steigendem Selbstwert -und Kompetenzgefühl und mehr Teilname an gemeinsamen Zielen. Nur so läßt sich ein vielfältiger sozialer Kontakt ermöglichen, der die Basis für Produktivität und nicht zuletzt psychische Gesundheit ist.
Wie wir gesehen haben, ist mit dem Inhalt der Arbeit zweierlei gemeint. Auf der einen Seite handelt es sich um die zu lösende Herausforderung, ob sie nun betrieblicher Art ist oder anderer Natur ist. Dem gegenüber steht die Bedeutung der Arbeit und die Bedeutung der speziellen Aufgabe für den Menschen. Eng damit verknüpft, sind seine subjektiven Leistungsvoraussetzungen die sich aus seinem psychischen und physischen Vermögen ergeben. Aufgrund der unterschiedlichen Begabungen und erlernten Fähigkeiten, sowie dem Gesundheitszustand und eventuellen Behinderungen, dem Alter und manchmal auch dem Geschlecht etc. sollten die Menschen, zum eigenen Wohle und auch zum Wohle des Betriebs, optimal eingesetzt werden.
Man könnte somit die allgemein bekannte Regel aufstellen, desto weniger die zu lösende Aufgabe, zu den temporären Fähigkeiten paßt, desto mehr verschlechtert sich der Allgemeinzustand einer Person und somit erhöht sich auch die Gefahr der Mißlingen einer Aufgabe, bzw. unter betrieblichen Aspekten gesehen die Ausschußproduktion. Der Kreislauf zwischen dem Bedarf und der Verarbeitung von Information ist zuzusagen das Öl, daß die Maschine am laufen hält. Ohne diesen Kreislauf steht der ganze Ablauf auf dem Spiel. Wenn z.B. ein Betrieb nicht informiert ist, wie groß die Absatzmöglichkeit seines Produkts ist, kann er bei resonanzarmen Verkauf die Tore schließen. Genauso können fehlende Informationen über zu große Belastungen der Mitarbeiter, zu einem Ausfall dieser führen und somit wieder den Betrieb stören.
Schließlich läßt sich sagen, je optimaler die Kombination dieser drei Aspekte ist, desto optimaler sind die Lebensbedingungen.

