Ab wann ist man schizophren? Die Psychologie der Schizophrenie
Die Schizophrenie ist eine Erkrankung der Seele, die vor allem durch vielfältige Symptome wie etwa der Störung von Sprechen und Denken bzw. von Antriebslosigkeit gekennzeichnet ist. Mit Hilfe einer ärztlichen Therapie ist es vielen Betroffenen jedoch möglich, weitgehend normal zu leben und zu arbeiten.
Das Wort Schizophrenie stamm aus dem altgriechischen und bedeutet so viel wie „Abspaltung der Seele“. Die Schizophrenie ist eine relativ seltene Diagnose, die insbesondere durch eine Störung des Denkens und der Wahrnehmung gekennzeichnet ist. Patienten sind hierbei häufig nicht mehr in der Lage, zwischen Wirklichkeit und den eigenen Vorstellungen zu unterscheiden. Eine multiple Persönlichkeitsstörung, bei der Patienten dem Glauben unterliegen, andere Personen zu sein, liegt in der Regel jedoch nicht vor.
In Deutschland erkranken laut dem Kompetenznetz Schizophrenie ca. 800.000 Menschen zumindest einmal in ihrem Leben an einer Schizophrenie. Dabei sind Männer und Frauen gleichermaßen betroffen. Die Ursachen der Schizophrenie sind bis heute nicht erforscht. Wissenschaftler vermuten jedoch, dass chemische Botenstoffe, die Neurotransmitter, eine entscheidende Rolle spielen. Hierbei ist ein Teil der Dopamin-Signalwege hyperaktiv, gleichzeitig sind Teile des Gehirns verändert.
Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle, denn das Risiko, an Schizophrenie zu erkranken steigt, wenn auch Eltern oder Großeltern betroffen sind. Auslöser für die Schizophrenie können zum Beispiel durch schwere Belastungen wie etwa eine Komplikation bei der Geburt, einer schweren Erkrankung oder aber Stress bei der Arbeit sein. Schizophrene Menschen reagieren häufig extrem empfindlich auf Stress und negative Umweltbedingungen, wodurch ein Ausbruch einer akuten Schizophrenie begünstigt werden kann.
Die Symptome der Schizophrenie sind ebenso vielfältig wie ihre Gründe. So stört die Erkrankung beispielsweise das Denken und Sprechen, wobei Begriffe und ihre Bedeutungen verändert werden. Auch das Gefühlsleben sowie die allgemeine Stimmungslage sind gestört, der Patient versinkt oft ganz in seine eigene Welt. Schizophrenie kann sowohl schleichend als auch akut auftreten. Bei der schleichenden Variante kann man zunehmend das Zurückziehen des Menschen beobachten, auch verliert er immer weiter das Interesse an seiner Umwelt. Im akuten Fall hingegen beginnen die Attacken wie Verfolgungswahn oder Halluzinationen plötzlich.
Bei einem Verdacht auf Schizophrenie sollte ein Arzt aufgesucht werden, der im Fall einer tatsächlichen Erkrankung die Therapie einleiten kann.


